Es ist Freeware und nennt sich Fantasy World Simulator. Primär baut man in einer nach bestimmten Parametern generierten Welt, wie der Name schon sagt, eine Zwergenfestung. Ist also ein bisschen ähnlich wie Dungeon Keeper oder Evil Genius, nur VIEL komplexer.
Dwarf Fortress ist von allen Aufbau-Strategiespielen, die ich kenne (und das sind viele), mit riesigem Abstand das komplexeste und komplizierteste. Jawohl selbst solche Micro-Management-Disaster wie Master of Orion 3 stellt es in den Schatten. Wenn man es ohne Tutorial spielt, rafft man NIX. Ich hab mich so gefühlt, wie als ich mit 12 Jahren zum ersten Mal Civilization gespielt hab.
Die Grafik in der Standardversion ist ASCII-zeichenbasiert

Das Interface basiert komplett auf Text-Menüs und ist dafür teilweise erstaunlich handhabbar aber teilweise auch ziemlich unmöglich. Glücklicherweise hat Dwarf Fortress so viele Hardcore-Fans, dass es Third-Party-Tools gibt, die in der Lage sind, während dem laufenden Spiel auf den Speicherbereich des Spiels zuzugreifen und so Teile des UIs zu ersetzen. Und das sogar unter Windows 7 (hätte nicht gedacht dass das geht)

Trotz der mageren Grafik hat das Spiel hammer Systemanforderungen. Auf meinem nagelneuen Dual Core Arbeitslaptop läuft's jedenfalls nicht schnell genug um irgendwas hinzubekommen. Liegt wohl an der Masse von Entitäten, die von dem Spiel simuliert werden.
Es können ziemlich witzige Sachen passieren; das Motto des Spiels ist Losing is Fun. Losing in dem Sinne, wie bei Sim City: Spaßig wird's, wenn Katastrophen passieren.
Mit diesem Tutorial ist das Spiel ziemlich lernbar, aber es hat insgesamt ca. 100 Seiten und deckt nicht alles ab.
Am 1. April gab's ein neues Release, das wohl noch so einige schwerwiegende Bugs hat. Ich spiele im Moment die letzte Version davor.